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Mehr als nur Büro

Mehr als nur Büro
24.10.2016

Bei der Gestaltung der neuen Büroräumlichkeiten arbeitet QUO mit dem Bürospezialisten Witzig zusammen, der sich auf die Entwicklung neuer Arbeitswelten fokussiert. Martin Witzig, Inhaber von Witzig — The Office Company erklärt, wie das Büro der Zukunft aussieht, wie die Gestaltung das Arbeiten beeinflusst und warum die Partnerschaft mit QUO für beide Seiten ein Gewinn ist.

«Neue Büros braucht das Land» — diesen Slogan liest man auf Ihrer Website. Wie sieht ein neues Büro aus?
Das Büro befindet sich in einer Transformationsphase. Vergleichbar mit der modernen Stadtentwicklung, die verdichtetes Bauen propagiert und gleichzeitig mehr Grünflächen und Begegnungszonen schafft, wird im neuen Büro die Zahl der Arbeitsplätze reduziert und mehr Raum geschaffen für spontane und geplante Begegnungen. Arbeitsplätze sind nicht mehr a priori fix, sondern die Mitarbeitenden können wählen, wo sie sich hinsetzen wollen — je nachdem, ob sie ruhig und konzentriert arbeiten oder sich im Team austauschen wollen. Früher hatten wir eine Präsenzkultur bei der Arbeit. Diese löst sich durch die Digitalisierung mehr und mehr auf. Man kann heute jederzeit und von fast jedem Ort aus arbeiten. Wer heute ins Büro geht, will sich vor allem mit den Teamkolleginnen und -kollegen austauschen. Die Begegnungsqualität rückt deshalb vermehrt in den Vordergrund.

Wie wirkt sich die Gestaltung des Arbeitsraums auf die Arbeit aus?
Der Raum, die Art und Weise, wie er gestaltet ist, beeinflusst das Verhalten der Menschen. Eine Sitzung mit Stehtischen beispielsweise ist meist kürzer und effizienter als wenn die Teilnehmenden sitzen. Hocker anstelle eines Sitzungstischs schaffen zum Beispiel eine lockerere Atmosphäre für ein Brainstorming. In einem «grauen» Büro, wie dem klassischen Grossraumbüro hingegen, sind auch die Mitarbeitenden eher «grau».
Wir sprechen heute von Open Spaces, die unterschiedliche Arbeitsumgebungen und Zonen für den spontanen und geplanten Austausch bieten. Elementar sind Rückzugszonen für konzentriertes Arbeiten und unterschiedlich gestaltete Räume für Sitzungen, Projektarbeit oder Workshops.

Neue Arbeitsformen sind im Trend wie Coworking oder Co-creation. Werden sich solche Konzepte durchsetzen?
Ich denke, dass sich solche Konzepte durchsetzen werden. Selbstständigerwerbende wollen nicht mehr allein zu Hause arbeiten, sondern auch den Austausch pflegen. Dies ist in einem Coworking-Space möglich. Während dort Menschen aus unterschiedlichen Gebieten eher nebeneinander arbeiten, geht der Ansatz der Co-creation noch weiter. Gemeinsam an einem Thema arbeiten und kreative Lösungen entwickeln, wird in Zukunft immer wichtiger. Für solche Arbeitsformen braucht es auch entsprechende Umgebungen. Unternehmen wie zum Beispiel die Swisscom in Bern schaffen vermehrt solche Coworking-Zonen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Sie bieten auch Raum, um mit Partnern ausserhalb der Firma projektmässig zu arbeiten, wie Lieferanten oder Kunden.

Sie sind mit QUO eine Partnerschaft bei der Gestaltung der neuen Büroräumlichkeiten eingegangen. Warum arbeiten Sie mit QUO zusammen?
Uns verbindet das Thema Innovation. Während bei uns die Gestaltung des Raums für kreatives Schaffen im Zentrum steht, beschäftigt sich QUO mit der Innovation an sich, mit neuen Produkten und Geschäftsmodellen. Dabei arbeiten wir mit ähnlichen Methoden, wie dem «Design Thinking».

Wie sieht die Partnerschaft konkret aus?
Wir arbeiten auf zwei Ebenen zusammen. Einerseits stellen wir QUO für ihre Begegnungszonen Prototypen von Einrichtungen zur Verfügung. Sie testen diese in ihrem Arbeitsalltag, geben uns Feedback und entwickeln die Produkte mit uns weiter. Andererseits können wir die Räumlichkeiten von QUO für unsere Office Academy nutzen. Hier wollen wir mit Kundengruppen Workshops abhalten und neue Ideen für Büros entwickeln.

Welche Konzepte stehen hinter den Prototypen?
Wir testen zum Beispiel die Idee des «Work House», die bei unserer Tochterfirma Ergodata entstanden ist. Es handelt sich dabei um eine Art Haus, das in einem offenen Raum steht und wandelbar ist.  Die Raumstruktur kann verändert werden, je nachdem, ob eine Sitzung abgehalten, an einem Projekt gearbeitet oder etwas präsentiert wird. Zusammen mit QUO haben wir ein solches «Work House» eingerichtet. Die Grundstruktur bilden Gerüstbauelemente, die mit Whiteboards, Pinnwänden und Vorhängen unterteilt und verändert werden können.
Ein weiteres Thema sind Ruhe- und Erholungszonen. Wie müssen solche Zonen aussehen, damit Mitarbeitende sie nutzen? QUO entwickelt ein Modell für einen Ruheraum auf Rädern, in den man sich für einen Powernap zurückziehen kann und testet diesen gleich selbst.

Wie erleben Sie QUO in dieser Zusammenarbeit?
Ich schätze den Austausch mit QUO sehr. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, die Zusammenarbeit ist offen, klar und von Vertrauen geprägt. Nicht nur der Chef, sondern das ganze Team ist eingebunden. Ich spüre eine richtige Aufbruchstimmung.

Welchen Gewinn erwarten Sie aus der Partnerschaft mit QUO?
Wir gewinnen viel von der Zusammenarbeit. Einerseits ist QUO unser Innovationspartner, der uns bei der Produkteentwicklung unterstützt. Andererseits profitieren wir von QUOs Arbeitsumgebung. QUO zieht wiederum einen Nutzen von der hochwertigen Einrichtung, die wir ihnen zur Verfügung stellen. Diese ist allerdings nicht statisch, denn in Zukunft werden wir gemeinsam neue Konzepte ausprobieren, was wieder perfekt zu QUOs Innovationsgeist passt.

Weitere Informationen

Witzig The Office Company


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