Dachziegel

ZZ Wancor

Ob es die Korinther oder die alten Römer waren, die die Dachziegel als erste einsetzten, um Tempel, Häuser und Veranden vor Regen und Sonne zu schützen, ist nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen. Aus der westlichen Welt sind die flachen, inzwischen maschinell hergestellten Tondachziegel jedoch nicht mehr wegzudenken. Als regionales Produkt weisen sie in Abhängigkeit der Ausgangsmaterialien unterschiedliche Farben und Festigkeiten auf. In modernen Ziegeleien werden die Dachziegel in grossen Öfen getrocknet und anschliessend bei hohen Temperaturen gebrannt, wobei der Energiebedarf stark von der zu erwärmenden Masse abhängt.

Ressourcenschonung durch Materialeinsparung

Der grösste Schweizer Tondachziegelhersteller ZZ Wancor AG, Tochter des weltweit führenden Ziegelherstellers Wienerberger, konnte in Zusammenarbeit mit QUO bei zwei exemplarischen Ziegeltypen den Materialeinsatz um bis zu 13% reduzieren, ohne dass diese an Festigkeit einbüssen oder an Stapelhöhe zunehmen. QUO hat dabei die Methode der Finiten Elemente verwendet, um die Dachziegel-Unterseiten auf den üblichen Lastfall hin zu optimieren.

Energiekostenreduktion beim Prozess

Die Optimierung führt nicht nur zu einem reduzierten Rohstoffbedarf, sondern auch zu einer signifikanten Energieeinsparung und damit verbundenen geringeren Kosten bei der Produktion. Zudem ermöglicht das geringere Ziegelgewicht eine effizientere Eindeckung. Aus dem Projekt konnten allgemeine Design-Richtlinien abgeleitet werden, welche heute dazu dienen, einen grossen Teil der ZZ Wancor-Ziegel zu optimieren.

Resultate

Ziegelgewicht reduziert
Rohstoffbedarf gesenkt
Energiebedarf gesenkt

Leistungsumfang

Analyse der Lastfälle und Randbedingungen
FEM-basierte Optimierung der Ziegelgeometrie
Transfer zum Formenhersteller
Auswertung und Analyse der neuen Ziegel

Kernteam

2 Mitarbeiter